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Pressemitteilung

Die Konsequenzen für Fehltritte könnten für Deutschland langfristig sehr unangenehme Folgen mit sich bringen.

Bundestagsabgeordnete Patricia Lips (CDU/CSU), MdB,
Mitglied im Finanzausschuss des Bundestages,
warnt die Öffentlichkeit in Ihrer Ansprache vor dem ThinkTank des
Economic Forum Deutschland gem. e.V.
Dreieich-Götzenhain, 23. Juni 2010 – Vor dem ThinkTank "Zusammenarbeit Wirtschaft und Politik" verteidigte Patricia Lips das "Sparpaket" der Bundesregierung als eine notwendige Maßnahme, um die Funktionsfähigkeit der Bundesregierung zu bewahren. Die Bundesregierung wird hier auch dem §115 des Grundgesetzes gerecht, der die so genannte "Schuldenbremse" berücksichtigt. Aus vielen Gesprächen mit Bürgern berichtete Frau Lips, dass vielerorts das Sparpaket besser "Konsolidierungspaket" genannt, falsch verstanden wird. Wenn "Elterngeld" (welches nur für Hartz-IV-Bezieher gestrichen werden soll) mit "Kindergeld" (was nicht gestrichen werden soll) verwechselt wird, führt dies zu überflüssigen Missverständnissen in der Bevölkerung.
Das Sparpaket spart 30% im Sozialen Bereich, 30% im Bereich der Subventionen und 30% in der Verwaltung ein. "Die Bürger wissen, dass wir sparen müssen", berichtete Frau Lips. Häufig wird die Unterstützung Griechenlands und der Euro falsch verstanden, als Begründung für die Sparmaßnahmen der Bundesregierung. Viel wichtiger ist das riesige Staatsdefizit, das in den letzten Jahrzehnten angehäuft und zuletzt durch die notwendigen Maßnahmne der Konjunkturpakete zur Abwendung der Wirtschaftskrise noch weiter erhöht wurde. Die Bundesregierung sei mutig und weitsichtig mit dem verabschiedeten "Konsolidierungspaket" und demonstriere die Kooperationsbereit- schaft der schwarz/gelben Regierung von Angela Merkel.
Moderiert durch die 2. Vorstandsvorsitzende Elke Hoppe und Dr. Harald Kreher des Economic Forum Deutschlands, hat Frau Lips den Teilnehmern faszinierende Einblicke hinter die Kulissen der politischen Entscheidungsträger gewährt. Interessant war die Tatsache, dass die Koalitionspartner der CDU/CSU und FDP einstimmig Christian Wulff als Kandidat für das Amt als Bundespräsident vorgeschlagen haben. Die FDP hätte auf einen eigenen Kandidaten zugunsten von Herrn Ministerpräsident Christian Wulff verzichtet.
Junge angehende Politiker aus anderen Parteien hat Frau Lips anlässlich der ThinkTank-Sitzung mit Ratschlägen und Beratung unterstützt. Frau Patricia Lips beeindruckte durch ihr fundiertes Wissen, ihr Engagement und ihre Bereitschaft, sich für Deutschland vorbehaltlos einzusetzen und das Economic Forum Deutschland weiterhin zu unterstützen.
"Wir sind nicht aus der Wirtschaftskrise heraus. Wir sind nur im 2. Jahr dieser Krise. Als Politiker müssen wir, wie Entscheidungsträger in der Wirtschaft auch, sehr behutsam alle Entscheidungen treffen, wenn wir sehr unangenehme Folgen für unser Land vermeiden wollen", sagte Frau Lips.
Über das Economic Forum Deutschland gem. e.V.
Das Economic Forum Deutschland wurde im Jahre 2002 gegründet. Seit diesem Jahr finden Wirt- schaftsgipfel, bzw. International Business & Economic Summit, mit Spitzenvertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten statt. Im letzen Jahr wurde der 5. Summit in Hamburg unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters, Ole von Beust, geplant. Die Mitglieder des Economic Forum Deutschland gem. e.V. werden in Arbeitsgruppen (s.g. ThinkTanks) zusammengeschlossen, um Leadership in Politik, Wissenschaft und in der Wirtschaft direkt zu fördern. Sie entwickeln Konzepte, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und der EU zu erhöhen.
Kontakt:
Elke Hoppe, Paul Dolan
ECONOMIC FORUM DEUTSCHLAND gem. e.V.
Waldstrasse 27, 63303 Dreieich-Dreieichenhain
Tel. +49 (0)6103 30 35 60
Fax. +49 (0)6103 30 35 619
Web: www.economic-forum-deutschland.de
email: info@economic-forum-deutschland.de

Auf der Suche nach Vorbildern für Leadership

ein Essay von Paul Dolan und Elke Hoppe Dolan
Dreieichenhain, den 4. Juni 2010
"Europa braucht Leadership! Wir sind dabei, das Erbe von Adenauer, Schumacher und De Gaulle zu verspielen"
Roland Tichy, Chefredakteur, Wirschaftswoche, 10. Mai 2010
Der "Erste Mann im Lande" ist zurückgetreten. Laut einer Umfrage von 1.000 Bundesbürgern, des Fernsehprogramms "Hart aber Fair" am 2. Juni finden 51% der Befragten Bundespräsident Horst Köhlers Entscheidung in Ordnung; 43% sind nicht einverstanden.
Ein Mangel an Respekt für sein Amt und seine Person, gezeigt durch einige Journalisten, haben Horst Köhler dazu bewogen, sein Amt niederzulegen. Er gilt als der beliebteste Bundespräsident in der Geschichte des Landes und ist zum zweiten Mal vor einem Jahr im Amt vereidigt worden. Dennoch sollen 51% der Bevölkerung seine Entscheidung in Ordnung finden.
Es wird häufig gescherzt, dass wir in einer "Spaßgesellschaft" leben. Dies bedeutet vermutlich, dass unser tägliches Dasein unbekümmert und von Unannehmlichkeiten frei bleiben muss. Wenn der Erste Mann im Lande, seine Verantwortung, nachdem er in der Presse "respektlos behandelt wurde", abgeben kann, warum müssen die übrigen Mitglieder der Bevölkerung zu ihren lästigen Lasten stehen? Arbeitsverträge, Rückzahlungen von Darlehn, Bezahlung von Rechnungen, Verpflichtungen in der Familie, Vereine und Gesellschaft – so vieles macht nach einer gewissen Zeit keinen richtigen Spaß.
Was soll aus dem Gewebe unserer Gesellschaft werden, wenn Verantwortung und Verpflichtungen sogar Eide leichtfertig abgelegt werden können? Wir gehören zu den 43%, die die Entscheidung von Dr. Horst Köhler, zurückzutreten, nicht gutheißen. So ein Vorbild, der mit seiner Verantwortung so umgeht, brauchen wir nicht. Es ist bedauerlich, dass Herr Dr. Köhler so verschwenderisch mit seiner "Gestaltungskraft", wie Ministerpräsident Roland Koch sie nannte, umgegangen ist (nur wenige Tage ist Ministerpräsident Roland Koch aus seiner Verantwortung, aus ganz anderen, aber eher nachvollziehbaren Gründen, zurück getreten. Ministerpräsident Roland Koch machte den Weg frei für jemanden mit mehr "Gestaltungskraft"). Warum hat Herr Bundespräsident Dr. Horst Köhler sein Potential als Gestalter nicht erkannt? Wird Herr Dr. Köhler seine Entscheidung bedauern? Vielleicht jetzt schon?
Man kann darüber streiten, ob gewisse Mitglieder der Medien ihr verbrieftes Recht auf Pressefreiheit im Bezug auf Herrn Dr. Köhler missbraucht haben. Dank ihres Ehrgeizes, die Ereignisse des Landes mit zu prägen, haben diese Journalisten einen Bundespräsidenten zu Fall gebracht; ja, rausgeekelt. Es wäre interessant zu erfahren, wie sie ihre Arbeit im Nachhinein betrachten.
Werden solche Journalisten bedauern, dass sie die Regeln des Anstandes und der Berufsethik verletzt haben. Überall in der Gesellschaft gibt es gute und schlechte Vertreter ihres Berufsstandes. Wenn man die hohe Anzahl der Berichterstatter, die täglich vorbildliche Arbeit unter Einsatz von hoher persönlicher Disziplin und analytischen Fähigkeiten betrachtet, kann man "die Journalisten" nicht für Horst Köhlers Rücktrittsentscheidung verantwortlich machen.
Die Hauptschlagzeile der Zeitung, Die Welt, im Juni 2005 lautete: "Schäuble wird Bundespräsident". Die Meldung kam zu früh und baute auf eine Tendenz, statt eines wirklichen Wahlergebnisses auf. Wir sind froh, dass der Bundespräsident Dr. Horst Köhler damals wie in 2009 gewählt wurde. Hier ist kein Plädoyer für Herrn Dr. Schäuble als Bundespräsident.
Wir sind auf der Suche nach Vorbildern für Leadership. Dr. Wolfgang Schäuble war Architekt der Verträge zur Vereinigung Deutschlands mit der DDR. Er wurde in dieser Zeit von einem Attentäter angeschossen und querschnittsgelähmt. Hat er aufgehört? Ist er in Rente gegangen? Nein. Nach seiner Rehazeit kehrte er in sein Amt zurück und wurde zweimal Bundesinnenminister, Kandidat für Bundespräsident und bekleidet jetzt das aller anspruchsvollste Amt in Deutschland, was ebenfalls nach Europa strahlt - neben der Bundeskanzlerin – Finanzminister Deutschland. Es ist ein Vergleich von zwei Männern für die gleiche Aufgabenstellung.
Im Schatten der Rücktritte von Dr. Köhler und Roland Koch ist der Mann im Rollstuhl ein mahnendes Beispiel für die Gesellschaftsform, von der wir alle profitieren: Eine Gesellschaft, in der wir zusammen unsere jeweiligen Beiträge leisten, miteinander kooperieren und unsere Verantwortung für einander tragen. Es handelt sich nicht nur um Idealismus oder Ethik. Aus reinem Selbstinteresse für eine Umgebung, in der wir gerne leben und wohnen, wollen wir verantwortungsvoll handeln. Es lebt sich einfach besser so.
Sucht man aber nach Vorbildern, dann gibt es so viele. Niemand darf seinen Einfluss auf die Gesellschaft unterschätzen. Von der Kassiererin im Supermarkt, die ihre Kunden mit einer netten Bemerkung und einem Lächeln beschwingt nach Hause schickt, wo man dort die Freude weitergibt, bis hin zu einer 19jährigen Sängerin, Lena Meier Landrut, die ihre Fans zurück zum Boden holte, obwohl die sie zum Held der Nation anheben wollten mit der Bemerkung: "Es ist nur Musik." Das ist Leadership.
Nimmt man einen Spitzensportler wie Michael Ballack, der als Kapitän der Nationalelf aus der WM verletzt ausscheidet, der immer noch seiner Mannschaft und Fans Mut machte. Das ist Leadership.
Nehmen wir das Star Mannequin Heidi Klum mit ihrer TV-Show "Germany´s Next Top Model" und betrachten man ihren Einfluss auf eine neue Generation von Frauen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA: Neben Attraktivität als Frau (bei den Femenisten, eine verloren gegangene Eigenschaft trainiert Heidi Klum die Kandidaten und die Zuschauer, in Sachen Mut, harte Arbeit, Selbstkritik und -Disziplin, Charakter und die Fähigkeit, mit Enttäuschungen umzugehen, sowie gesellschaftliche Umgangsformen, englisch und Model als Beruf.
Millionen von Frauen werden durch ihre Arbeit positiv beeinflusst. Die Ergebnisse ihrer Arbeit bringen junge Frauen hervor, wie das Top-Model 2009 Sarah Nuru, die weit über die Grenzen des Landes hinaus Freunde für Deutschland z.B. in Äthiopien gewinnt. Die Belohnung für weitsichtiges und weises Leadership ist nicht eine Kette von erfolgreichen Ereignissen oder Auszeichnungen, die man in seine Vitrine ausstellen kann, sondern der Erfolg, andere zu unterstützen, ihren Erfolg zu finden. Es ist eine alte chinesische Erkenntnis über 2000 Jahre alt, dass die Belohnung für gute Leadership in der Arbeit selbst erblüht.
Als Leader in der Wirtschaft oder in der Finanzwelt, als Lehrer, Wissenschaftler, Arzt oder Anwalt oder als Politiker oder Offizier im Militär, darf man nicht vergessen, dass wir nicht nur Vorbild, sondern auch für den Erfolg der anderen verantwortlich sind.
Als erster Mann oder Frau im Land ist man für den Erfolg Deutschlands mit verantwortlich. Dafür ist man ja vereidigt worden.
Stand: 04.06.2010
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"Ohne Leadership geht nichts!" - Ein Essay von Paul Dolan
spacerLeadership-Wochenende am 21. - 23. Oktober 2010 in der Deutschen Marineschule in Flensburg

Drei Dimensionen von Frieden

mit Anregungen (auszugsweise) aus Präsident Obama´s Rede vor dem Friedens-Nobelpreis-Komitee anlässlich der Verleihung des Friedens-Nobelpreises am 3. Dezember 2009 in Oslo, Norwegen

frei aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt für Mitglieder und Förderer
des Economic Forum Deutschland von Paul Dolan und Elke Hoppe

Die ungewöhnlichen, tief schürfenden und weitsichtigen Konzepte, die Präsident Barack Obama zu globalen Frieden in seiner Nobelpreisrede entwickelte, möchten wir unseren Freunden näher bringen. Um die gesamte Rede in englisch anzuhören, sind wir dem technischen Wunder des Internets verbunden.
Bitte hier klicken: http://nobelprize.org/mediaplayer/index.php?id=1221

Auszüge aus Präsident Barack Obama´s Rede:

Obama Barack „Der Glaube, dass Frieden ein erstrebenswerter Zustand ist, reicht selten aus, um ihn herbei zu führen. Frieden setzt Verantwortlichkeit und die Bereitschaft, Opfer zu bringen, voraus. Man muss sich auch fragen, wie Frieden verteidigt wird und wie wir Kriege im Namen des Friedens führen. Wann und wo auch immer es notwendig ist, Frieden zu verteidigen, haben wir ein moralisches und strategisches Interesse daran, gewisse Regeln, die in der Genfer Konferenz festgehalten wurden, zu beachten.

Selbst wenn wir Gegner haben, die keine Regeln beachten, ist es wichtig,dass Amerika als Standartenträger für die Führung von bewaffneten Auseinandersetzungen nach der Genfer Konferenz führt. Darin unterscheiden wir uns von denen, die wir bekämpfen. Das ist eine Quelle der Stärke und Kraft in unserer Auseinandersetzung.

Wir verlieren uns selbst, wenn wir die Ideale kompromittieren, für die wir kämpfen!

Wir halten die Ideale in Ehren, auch wenn es schwierig ist, nicht nur, wenn es leicht ist.

Unser Ziel muss es sein, Kriege immer zu vermeiden.

Deswegen ist es wichtig für mich an dieser Stelle meine Vorstellung von einem dauerhaften Frieden zu betonen.

Drei Ansätze, um dauerhaften und gerechten Frieden aufzubauen:

1. Wir müssen Methoden entwickeln,

um Sanktionen an Länder zu stellen, die die international anerkannten Regeln für Frieden brechen und zwar ohne, dass eine bewaffnete Intervention notwendig ist. Unsere Sanktionen müssen so viel Biss haben, dass sie ein Land dazu zwingt, sein Verhalten zu verändern. Die Meinung der internationalen Gemeinschaft muss durchgesetzt werden. Um uns durchzusetzen ist es wichtig, dass die internationale Gemeinschaft eng zusammen steht.

Ich denke an die Verbreitung von Nuklearwaffen und wie wir hier zusammen stehen müssen.

Die USA hat sich Mitte des vergangenen Jahrhunderts verpflichtet, eine internationale Vereinbarung zu unterstützen, die die Anwendung, Verbreitung und Abbau von Nuklearwaffen als Inhalt hatte. Die Bekämpfung der Verbreitung von Nuklearwaffen ist Hauptbestandteil meiner Außenpolitik.

Ich arbeite mit dem russischen Präsidenten, um gemeinsam unsere Lager an Nuklearwaffen abzubauen. Es ist aber wichtig, dass alle Nationen sich gegen Iran und Nordkorea und ihre Ziele, Nuklearwaffen zu entwickeln, stellen.

Alle die Frieden huldigen, möchten keinen Aufbau von Nuklearwaffen im Mittleren Osten oder Asien erleben.  Friedensuchende Länder dürfen nicht einfach zuschauen, während Länder wie Iran und Nordkorea sich für nukleare Kriegsführung vorbereiten.

Das gleiche gilt, wenn Länder ihre eigene Bevölkerung brutal unterdrücken wie zur Zeit in Dafour, Burma oder im Kongo.

Welche Konsequenzen können wir als vereinigte und friedensliebende Völker ergreifen, um diese Länder zu bestrafen – ohne dass wir Krieg initialisieren?

Um so enger wir zusammen stehen, desto geringer das Risiko, dass wir bewaffnete Interventionen begehen müssen, um Missstände zu beseitigen.

2. Welche Art Frieden suchen wir?

Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von physischen Konflikten.
Nur ein gerechter Frieden, basierend auf der Würde von Menschen und Menschenrechten, kann ein Friede von Dauer sein. Werden Menschenrechte nicht geschützt, ist Frieden ein leeres Versprechen. Frieden ist unstabil in Regionen, in denen nicht frei gesprochen werden kann, wo religiöse Freiheit nicht existiert, wo Menschen ihre Anführer nicht frei wählen können oder das Recht, sich friedlich zu treffen, unterbunden wird.

Die Wahrheit ist, dass auch Europa erst dann frei wurde, als es Frieden fand.

Amerika hat nie einen Krieg gegen eine Demokratie geführt. Unsere engsten Verbündeten sind Länder, in denen die Menschenrechte verteidigt werden. Das Ziel muss sein, Menschenwürde und Menschenrechte über die Zeit fortzuentwickeln.

3. Ökonomische Sicherheit und Opportunität

Ein gerechter Frieden umfasst nicht nur zivile und politische Rechte, es muss ökonomische Sicherheit und die Chance, ein Job zu finden und eine Familie zu ernähren, umfassen.

Wahrhaftiger Frieden ist nicht nur die Freiheit von Angst, sondern die Freiheit von Existenznöten. Entwicklung ohne Sicherheit ist nicht möglich, aber Sicherheit kann nicht existieren, dort wo kein ausreichender Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, Gesundheit, Medizin und Unterkünften, die zum Leben notwendig sind, vorhanden sind. Frieden existiert nicht, wo es keinen Zugang zu Bildung und die Möglichkeit, eine Familie zu unterhalten, gibt.

Die Abwesenheit von Hoffnung kann eine Gesellschaft von innen heraus vernichten. Daher ist die Unterstützung für Bauern, die ihre Bevölkerung ernähren oder die Unterstützung von Ländern, die ihre Bevölkerung weiterbilden und mit Gesundheit unterstützen, keine karikative Maßnahme. Aus dem gleichen Grund ist es wichtig, dass wir die globale Erwärmung bekämpfen – unsere Sicherheit hängt davon ab.

Der Ausbau von Frieden hängt auch von einer Dimension ab, die häufig übersehen wird: “moralische/ethische Kreativität“. Da die Welt langsam immer kleiner wird und die Bevölkerung wächst, wird es immer deutlicher, dass wir alle ähnliche Hoffnungen für uns selbst und unsere Familie haben. Aber mit der zunehmenden Geschwindigkeit der Globalisierung entwickeln Menschen Ängste, dass sie ihre Identität (Gewohnheiten, Religion, Stamm, Rasse usw.) verlieren werden.

Religion wird missbraucht, um Extremisten zu bewegen, „heilige Kriege“ zu führen. Die Geschichte lehrt uns, dass kein „heiliger Krieg“ einen gerechten Krieg zulässt, denn die Basis jeder Religion ist: „Do unto others, as you would have them do unto you.” „behandle Andere so, wie auch Du von Ihnen behandelt werden willst”

Wir sind alle nur Menschen. Wir sind nicht perfekt. Wir müssen auch nicht perfekt sein, um nach einer Vision von einer besseren Welt zu streben. Wir dürfen nicht die Bedeutung von Freundschaft und Liebe in unserem Leben vergessen, verlieren wir den Bezug zu ihnen, dann verlieren wir unseren moralischen Kompass. Lassen Sie uns nach der Welt greifen, wie sie sein sollte. Lassen Sie uns den himmlischen Funken, der in unserer Seele verankert ist, sprechen. Hören wir darauf.

Lass Sieuns leben nach dem Beispiel von all denen, die die Hoffnung in ihrem täglichen Leben hegen.

Hoffnung ist die Geschichte von menschlichem Fortschritt.

Lassen Sie das unseren Gegenstand auf Erden sein: Lassen Sie uns die Basis für Hoffnung und Fortschritt schaffen.“

Ende Präsident Barack Obama´s Rede. © Februar 2010

Rechtsstaat – Wie es euch gefällt? Die Welt ist eine Bühne.

Von Glaubwürdigkeit und Vertrauen zwischen Staat und Bürgern.
And so, from hour to hour, we ripe and ripe,       … mal geht`s auf
And then, from hour to hour, we rot and rot, … mal geht`s ab
And thereby hangs a tale. … was sagt uns das?
All the world´s a stage, … die Welt ist eine Bühne
And all the men and women merely players; … wir alle schlicht Spieler
They have their exits and their entrances. … haben Abgang und Auftritt
Aus Shakespeare: As you like it (Wie es euch gefällt) … kurz und frei

Es ist schon ein komplexes Gebilde, das rechtsstaatliche Gemeinwesen. Oder das gemeine Wesen des Rechtsstaates? Setzen wir gemein mal als gewöhnlich oder üblich. Und was ist rechtsstaatliche Übung? Derzeit, wo der Ruf nach Hilfe des Staates und dessen Versuchung diesem Ruf mit deutlich wahrnehmbaren Eingriffen nachzukommen groß ist, ist es besonders aufschlussreich, über Handlungsaktionen des Staates und dessen Wirkung nachzudenken.

Dr. Harald Kreher
Dr. Harald Kreher
Kreher Consulting
Mitwirkend im ThinkTank
'Zusammenarbeit Wirtschaft und Politik'
Da entscheiden z.B. die staatlichen Behörden, sie wollen unrechtmäßig erworbene Daten von so straffällig gewordenen Personen kaufen. Das Argument des ordnungsgemäßen Umsetzens der Steuerpflicht und –gerechtigkeit wird genannt. Die jetzt in Zusammenhang mit auf Schweizer Konten hinterzogenen Gelder sind der akute Anlass. Diese Praxis baut Momentum auf. Nicht nur, weil medienwirksam Erfolge im Vorgängerfall mit Liechtenstein gelangen. Der Zeitung war zu entnehmen, der Datenhändler im Liechtensteiner Fall sei vom BND mit neuer Identität ausstaffiert worden und werde in Australien vermutet. Ist das eine Ausprägung von „Globalisierung“? Ein Lustspiel oder ein Drama?

Was ist hier los? Der Staat macht Geschäfte mit Kriminellen (Datendieben), um andere Kriminelle (Steuerhinterzieher) zu überführen? Ist das eine Frage der Abwägung von Rechtsgütern und Rechtsgrundsätzen? Eine Frage der Verhältnismäßigkeit? Dieser beiden Rechtsgrundsätze („keine Geschäfte mit Kriminellen“ vs „Steuerhinterziehung ist zu ahnden“)? Oder Verhältnismäßigkeit des Mitteleinsatzes? Ist es eine kaufmännische Investitionsrechnung, bei der der „return on investment“ Entscheidungskriterium ist? Mutmaßliche 2,5 Mio Euro Einsatz für einen Datensatz, der vermeintlich mehr als 200 Mio Euro bringt? Ein Bombengeschäft. Aber das Geschäft mit Bomben ist ein gefährliches.

Ab welchem Profitfaktor (hier wäre er brutto 200/2,5 = 80) sollte der Staat Deals eingehen? Kaufmännisch, wenn nach Abzug der Kosten (Gesprächsanbahnung, Datenprüfung, Transaktionsabwicklung, Neuidentitätsausstellung – und Nachverfolgung/Ahndung der in den Datensätzen genannten Fakten oder Verdachtsmomenten) der Faktor (netto) immer noch größer eins ist. Wie prinzipientreu sollte der Staat sein – oder kann er sich leisten, zu sein? Und: Welche Kalkulationsrechnung zieht man fürs Abwägen der Einhaltung von Rechtsgrundsätzen an sich heran? Wie rechnet man x Euro hinterzogene Steuern gegen y Ver-gehen gegen Datenschutz und Brüche des Vertrauensverhältnisses auf (ggf. inkl. Schaden der betroffenen Banken als Arbeitgeber der die Daten anbietenden Personen)? Usw., usw.

Ja, ja, das ist schwer. Leicht dagegen ist es, Glaubwürdigkeit zu verlieren. Der Staat fordert von seinen Bürgern, dass Gesetze eingehalten werden. Der Bürger erwartet, dass der Staat dies auch tut – und „mit gutem Vorbild“ vorangeht. Unser Gemeinwesen braucht ehrliche und engagierte Bürger. „Wir alle“ sind der Staat. Einsatz zum Wohle der agierenden Personen, der Sozialgemeinschaft und des Staates selbst erfolgt, wenn der Bürger darauf vertrauen kann, dass auch der Gesetzesrahmen bindenden und vorbildlichen Charakter hat.

Es geht dabei auch um erkenn- und erfahrbare Rechtssicherheit, die Rechtsgleichheit einschließt. Der Aspekt der Gleichheit kann Ausdruck in der Gleichsetzung unterschiedlicher Rechtsgrundsätze finden. Er ist aber auch präsent, wenn der Gesetzesrahmen Staat wie Bürger gleichsam verpflichtet.
Im Hin und Her der teils beidseits polemisch geführten Argumentationen für/wider den Datenankauf gehen leicht Aspekte verloren, die für den Vorbildcharakter als auch für ein vielbeschworenes „wehret den Anfängen“ entscheidend sind. Es geht um wahrlich Grundsätzliches. Und wie manches Fundament ist es zwar für die Statik elementar, aber nach weiterem Baufortschritt und nach Vollendung des Hauses nicht mehr so leicht erkennbar.

Der Presse war auch zu entnehmen, es seien Anfragen eingegangen, wie man vermeintlich Andere belastendes Wissen den jeweiligen Behörden am besten andient. Werden durch „Präzedenzfälle“ Anreize gegeben, sich als „Datenhehler“ zu betätigen? Belastet der Datenkauf die schon zuvor laufenden Verhandlungen mit der Schweiz? Etc., etc.

Die Regierungschefin stimmt dem Datenkauf flugs zu. Ungeachtet – oder zusätzlich – zu den oben gemachten Überlegungen: Es stimmt nachdenklich, dass jemand so entscheidet, die – aufgrund kirchlichen Hintergrundes wie Erfahrungen mit der Nomenklatur – weiß, welche Auswirkungen sich durch staatlich geduldete oder auch angefragte Denunziationen ergeben können. Und auch der „Normalbürger“ hat doch seine Vorstellungen davon, wie „produktiv“ und inhaltlich divers – teils erschütternd, teils nichtssagend, teils fabriziert – staatlich sanktionierte Informationsbeschaffung sein kann. Tausende verbliebene Aktenmeter in der „Gauck-Behörde“ zeigen, wohin es führen kann.

Bevor die „politisch korrekten“ Ausrufe hageln: Auf deutschem Boden ist die letzten 80 Jahre gleich zwei Mal ein Staat zusammengebrochen! Und dabei darf – gerade, weil! die „äußeren Umstände“ so unterschiedlich sind – nicht verkannt werden, dass es „innere Mechanismen“ gab, die solch Eskalation (auch mit Anderen, ob Nationen oder Gruppen) erst ermöglichten.

Angst und Willkür waren Charakteristika von Nazi- wie DDR-Regime. Beide hätten ohne den inneren Mechanismus der Denunziation nicht eigene Schlagkraft und Ohnmacht bei ihren Opfern so entfalten können. Wie hätten die Nazis ohne SS und Gestapo regiert, wie hätte sich die SED-Herrschaft ohne Stasi gehalten?

Aber, aber … wir, in der heutigen Bundesrepublik, sind doch damit nicht zu vergleichen? Na, Gott sei Dank, nicht! Und er sei auch davor, dass wir uns auch nur ansatzweise dahin entwickeln. Was erschwerend hinzu kommt: Ist der Aspekt der Denunziation eine Ausprägung eines noch viel tiefer liegenden Problems der Glaubwürdigkeit und Rechtsstaatlichkeit? Willkür oder „nur“ Opportunismus kommen ins Spiel? Beliebigkeit oder Flexibilität?

Welche Straftaten „rechtfertigen“ Kooperation mit Kriminellen? Ab welcher Summe? Nur bei direkt geldwerten Vergehen wie Steuerhinterziehung? Oder, was könnte und sollte den Staat noch interessieren? Welcher Fahndungsmethoden und Helfer sollte er sich bedienen?

Grundsätzliche und durchaus ernsthafte Fragen sind für das gesamte Gemeinwesen wichtig. Und sie müssen rechtzeitig gestellt werden. Wehret den Anfängen. Wollen wir, dass der Staat situativ-opportunistisch agiert (man möge das als „Einzelfallgerechtigkeit“ bemänteln?) und auch das Grundgesetz schon als flexibles Instrument verwendet? Man denke an eine mal pro forma darin aufgenommene „Schuldenbremse“, die aber nicht verbindlich ist?

So viele Fragen. Warum sollte in diesem Zusammenhang nicht eine Heuristik greifen, die sich in anderen Komplexen bewährt hat und im Grunde ein ebenso simples wie tragfähiges Fundament hat: DME Definieren – Messen – Entscheiden. Was ist ein schützenswertes Rechtsgut – wie kann es bewertet werden – welche Schlüsse sind zu ziehen?

Rechtsstaatlichkeit ist ein wertvolles Gut, für das gerade wir Deutschen viel Lehrgeld haben zahlen müssen, ehe wir sie erreicht hatten. Welchen Umgang damit und welche Interpretation wollen wir gemeinsam pflegen? Der Rechtsstaat ist ein Schauspiel, in dem wir uns als Teilnehmer und Gestalter einbringen können. Oder wir bleiben Zuschauer. Was denn nun? Wie es uns gefällt?!

Essay von Herrn Dr. Harald Kreher, Mitglied im Economic Forum Deutschland gem. e.V. und selbständiger, internationaler Unternehmensberater. © 15.02.2010

Prof. Dr. Klaus Töpfer
Prof. Dr. Klaus Töpfer,
ehem. Uno-Direktor Environment; Experte in Energie, Klima und Sicherheit, Prof. of Tongjli, Shanghai, Berater u.a. der chinesischen Regierung
  Warum Herr Prof. Dr. Klaus Töpfer den Business & Economic Summit des Economic Forums Deutschland gem e.V. ansprechen will:

"Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sind gegenwärtig weltweit in einer bisher nicht gekannten Dramatik zum Handeln gefordert:

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Staat zum Mittelpunkt von Rettungsaktivitäten für Arbeitsplätze und die Wiedergewinnung finanzieller Stabilität gemacht. Hunderte von Milliarden Dollar werden in Stabilitätsprogramme investiert und damit neue Verschuldungsrekorde in Kauf genommen. In gleicher Weise wird der Staat als Bürger für Banken und Unternehmen eingefordert.

Dieser Zwang zur staatlichen Intervention fällt zusammen mit der immer klarer werdenden existentiellen Gefährdung durch die Übernutzung der Umwelt, insbesondere der Atmosphäre und damit dem Klimawandel. Schneller als bisher wissenschaftlich erwartet ändert sich das Weltklima. Die Auswirkungen auf die Stabilität ganzer Gesellschaften und Nationen werden bereits schemenhaft sichtbar. Bisheriges Handeln gegen diese Entwicklung reicht bei Weitem nicht aus. Wieder sind Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu bisher nicht für möglich gehaltenem abgestimmtem Handeln auf allen Ebenen herausgefordert.

In diese Zeit hinein kann und muss das Economic Forum in Hamburg klare Signale senden. Es ist zu belegen, dass die Bewältigung der Klimakatastrophe große Chancen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung mit sich bringt. Selten zuvor war der Unternehmer als "schöpferischer Zerstörer" (Schumpeter) so gefragt wie gegenwärtig.

Diese Chancen für kreative Unternehmer müssen nicht nur akademisch diskutiert, sondern in ihren praktischen Anforderungen herausgearbeitet und unternehmerischem Handeln zugänglich gemacht werden. Das Programm dieses Economic Forum unterstreicht in meiner Erwartung exakt diese Notwendigkeit, die Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu verbinden mit den langfristig ohnehin notwendigen Maßnahmen zu einer "ökologischen industriellen Revolution" (Bundespräsident Horst Köhler). Auf diese Veranstaltung freue ich mich daher sehr."

Prof. Dr. Klaus Töpfer, 02.06.2009

Wiesbadener Wirtschaftsdialog –

Was hat Bestand in der Krise?

10. März 2009, Kurhaus Kolonnaden Wiesbaden

(Zusammenfassung eines hervorragenden Abends von Elke Hoppe und Prof. Ludwig Wilhelm Schleiter, Economic Forum Deutschland gem. e.V.)

Die Stadt Wiesbaden und die „Akademie Kloster Eberbach“ hatten zum Nach-
denken eingeladen. Die Diskussionsrunde aus Wirtschaft, Politik und Religion
war mit den nachstehenden Persönlichkeiten hochkarätig besetzt.


Unser Ehenmitglied des Deutschland denken e.V., Prof, Peer Ederer und sein Partner Philipp Schuller und Stephan Willms, insbesondere Herrn Dr. Philipp Schuller, gratulieren wir zu ihrer Auffassung "Abitur für Alle" und den beigefügen FAZ-Artikel vom 26.Januar `09 .
Mehr über die Arbeit der Herren und ihre fortschrittlichen Konzepte zu Wachstum mit Bildung, Immigration und Technologie, geht aus ihrem Buch "Geschäftsplan Deutschland", klicken Sie bitte hier:
www.geschaeftsplan-deutschland.de

 

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