gemeinnütziger Verein der deutschen Wirtschaft e.V.

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Das Economic Forum Deutschland gem. e.V. ist ein freies, unabhängiges, branchen- und parteiübergreifendes ThinkTank für Deutschland, deren Zielsetzungen der Zukunft des Landes und der EU gewidmet sind. Seit 2002 entwickeln unsere Mitglieder und Förderer innovative Konzepte für eine wachsende Gesellschaft in einer globalisierten Welt. Unternehmer und Führungskräfte der Industrie, Dienstleistungs- und Finanzwelt, der Verwaltung, Wissenschaft und Politik sind eingeladen, mitzuwirken.

Der Verein hat vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit für die allgemeine Förderung des demokratischen Staatswesens erhalten. Unsere Mitglieder und Förderer unterstützen Frieden, Freiheit, die soziale Marktwirtschaft, Bildung, Unternehmertum und internationale Zusammenarbeit. Die Nachhaltigkeit des Vereins wird durch Privat- und Firmenmitgliedschaften, Spender, Sponsoren, Events und Projektfinanzierung gesichert. Nachstehend unsere sieben Gründe, weshalb Sie uns unterstützen sollten:

 

Sieben Gründe,

Demokratie in Deutschland

aktiv zu unterstützen

 

  • Sicherung inneren Friedens und friedlichen Machtwechsels
  • Aufrechterhaltung des Willens der Mehrheit
  • Achtung der Menschenwürde und Glaubensfreiheit
  • Gewinnung der besten Köpfe für die Führung des Landes
  • Recht auf freie Meinungsäußerung
  • Ausbau von Chancengleichheit und Entfaltungsmöglichkeiten
  • Schutz von Freiheit und Recht – für Handeln und Eigentum

 

Wie und warum wir uns aktiv einsetzen für die
Förderung des demokratischen Gemeinwesens.

 

Sieben grundsätzliche Punkte:

  1. Freiheit                         Primat der Freiheit
  2. Schutz                          Respekt und Verantwortung
  3. Ordnung                       Gleichheit und Rechtssicherheit
  4. Zukunftsfähigkeit         Blick über den Tellerrand – zeitlich & thematisch
  5. Entwicklung                  Leistung fordern und fördern
  6. Debatten                       Gesellschaftsrelevante Sachargumente
  7. Einbezug                       Demokratie zum Mitmachen

 


gemeinnütziger Verein der deutschen Wirtschaft e.V.

01.09.2009

Go „Green“ Unternehmer! - Bindeglied zwischen Klimaschutz und Kapitalgeber

Chance für Standort Deutschland

Paul Dolan

Investmentbanker, Venture Capital und Private Equity Firmen erkennen, dass mit Geschäftsmodellen, basierend auf Nachhaltigkeit, Geld zu verdienen ist. Überlegungen aus und von der Praxis.


Hinter den Engländern und den Holländern hinken die Deutschen mit ihrer Bereitschaft in Nachhaltigkeit zu investieren, weit hinterher. Die beiden Welten - Corporate Responsibility (CR oder CSR) und Social Responsible Investing (SRI) - sind seit längerer Zeit zwei Welten, die nichts miteinander zu tun hatten. Auf dem diesjährigen Eigenkapitalforum der Deutschen Börse und der KfW-Bank, konnte eine deutliche Trendwende verzeichnet werden, Kapital sucht „Green Tech“. Auf einer Podiumsdiskussion, berichtete Rolf Nagel, Professor an der Fachhochschule Düsseldorf (Bereich Wirtschaft), über die wachsende Bereitschaft im Ausland in Nachhaltigkeit zu investieren:

Land

´05

´07

Großbritannien

781 Mrd. Euro

959 Mrd. Euro

Niederlande

  47 Mrd. Euro

435 Mrd. Euro

Deutschland

    5 Mrd. Euro

  11 Mrd. Euro

(Angaben: Rolf Nagel)

Es lohnt sich aus verschiedenen Gründen, in Unternehmen mit Nachhaltigkeit zu investieren. Da waren sich alle Panellisten einig. Es herrsche in solchen Unternehmen fortschrittliche CR- Modelle, ausgezeichnet durch Nachhaltigkeitsberichte. Unternehmen, wie Otto Group, RWE, Arcandor, BASF tragen dazu bei, dass der Carbonfootprint und das Artensterben, um nur einiges beispielhaft zu nennen, zurückgehen. Steffen Peller berichtete, dass umweltbewusste Unternehmen, bewusster mit ihren Mitarbeitern umgehen und mehr in Bildung investieren und dass sie es viel leichter haben, hochqualifizierte junge Mitarbeiter zu rekrutieren.  Darüber hinaus tragen CR-Strategien aktiv zur Management- und Organisationsentwicklung, aber auch zur Erschließung neuer internationaler Märkte bei.

Imperative zu Investment und Klimawandel

Das Firmenimage und der Ruf des Unternehmens profitieren schließlich. Mayrose, der langfristig in  Unternehmen investiert, die nachhaltige Strategien verfolgen, meinte, dass das Anlegervertrauen durch Unternehmen gestärkt werde, die die Umwelt schonen. „Vertrauen in ein Unternehmen ist schließlich das Wichtigste.“, meinte Mayrose.

Es gibt daher mehrere Imperative, die auf Grund des Klimawandels Investitionen in Nachhaltigkeitsstrategien forcieren können: Die Zusammenarbeit muss schneller vorangetrieben werden, die bisherigen Aktionskreise CR und SRI, wie oben dargestellt, drehen sich viel zu langsam und sind in Deutschland gar nicht verzahnt. Der Klimawandel lässt nicht auf sich warten, innovative Technologien und kreative Lösungen müssen für alle Branchen entwickelt werden.

Im Gegensatz zur USA hat Deutschland eine ausgesprochen umweltbewusste Regierung. Forschung und Entwicklung für Co2-arme Prozesse wird unterstützt. Die Regierung hat ehrgeizige Ziele, was den Abbau von Treibhausgase betrifft. Ein Instrument wie eine Datenbank, um das Kennenlernen, Vernetzen und Kurzschließen zwischen Erfindern/ Unternehmer und Kapitalgeber zu beschleunigen, ist daher wünschenswert und Voraussetzung. Eine Anekdote mag dies illustrieren.

Von Palo Alto nach München

Palo Alto, Kalifornia, Hochburg des Wagniskapitals. Ein Montagsmeeting: Der CEO eines Venture Capital Funds Unternehmers mit bescheidenen 8.5 Mrd. Euro. Wagniskapital ausgestattet, spricht seine engsten Mitarbeiter an. „Noch so eine Entwicklung, wie das mit MP3 darf uns nicht passieren. Apple Computer hat zum 3. Mal im Dezember 2007, während des Weinachtgeschäfts, über 2.5 Mrd. Dollar umgesetzt. MP3 ist auf unseren Radarschirm aufgetaucht erst als Apple sein Player vorstellte. Die Deutschen melden jährlich mehr Patente an als irgendein anderes europäisches Land. Wie können wir solche Disaster vermeiden?“

 „Wenigstens haben wir Apple Aktien gekauft“, meint man in der Runde.

 „Es geht um Klimaschutz, meine Herren, der Markt ist riesig! Wie können wir die Produkte oder Technologien, die in Europa die Lage verändern könnten rechtzeitig erfassen, vergiss MP3, denk an Aerosolsolarzellen. Da haben wir auch nichts auf dem Radar bisher gemerkt.“

Szenenwechsel: Selber Tag in München: Der Geschäftsführer eines 300 Mio. Euro Umsatz mittelständiges Unternehmen spricht, seine engsten Mitarbeiter an. “Leute, wir sitzen auf ein EBIT von 12% und brauchen ein umweltfreundliches Produkt, das zu unserem Produktspektrum passt, um in den Klimaschutzmarkt weiter zu wachsen und später einen  Börsengang vorzunehmen. Wir brauchen Produkte und Geld, um zu wachsen. Vorschläge, meine Herren?“

Szenenwechsel: Technische Universität Darmstadt: Prof. Dr. Rolf Katzenbach, Direktor des 2007 eingerichteten Energy Centers, spricht eine Gruppe von Regierungsvertetern und Unternehmern aus USA an: „Für mich ist die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen aus den unterschiedlichen Disziplinen, hier im Energy Center, viel versprechend. Unser Energy Center wird von vier Professoren aus Bauwesen, Materialwissenschaften, Maschinenbau und Elektrische Energietechnik vertreten. Das Center integriert weiters die Fakultäten Natur- und Geisteswissenschaften, wie Mathematik, Physik und Humanwissenschaften, aber auch Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.“ An dieser Ausbildungsstätte ist zu erwarten, dass besonders innovative Lösungen für den Klimawandel und Klimaschutz hervorgehen werden. Von diesem europäisch-globalen Forschungsnetzwerk sind bahnbrechende Erfindungen zu erwarten.

Katzenbach zeigt sich überzeugt, dass beispielsweise mit Geothermie aus der Oberrheingraben, d.h. von Basel bis Wiesbaden, das Potenzial gegeben ist, ganz Deutschland durch Erdwärmer mit Strom zu versorgen. „Wir brauchen nur die richtigen Partner und ausreichenden Mittel, um solche Konzepte gemeinsam umzusetzen.“

Die wahre Geschichte zeigt, Investoren, Unternehmen und Forschergeist finden sich oft nicht, weil sie einfach voneinander nicht wissen.

 

Der CEO, Leadership und Business Cases für Nachhaltigkeit und Wachstum:
Business & Economic Summit, Hamburg,
15.-16. September 2009

Auf dem fünften Wirtschaftsgipfel des Economic Forum Deutschland gem. e.V. unter der Schirmherrschaft von Ole von Beust, Business & Economic Summit in Hamburg, werden umweltbewusste Unternehmer, Kapitalgeber und Politiker aus Deutschland, USA, Russland und ganz Nordeuropa zusammenkommen. Harvard Business School´s weltbekannter Prof. William George wird über Leadership in Wirtschaft und Politik reden.

Experten, wie Klaus Töpfer, internationaler Experte für Umwelt, Energy und Sicherheit, Ole von Beust, Hamburgs Erster Bürgermeister, Caio Koch-Weser, Deutsche Bank, Rainer Riess, Deutsche Börse AG, Prof. Rüdiger von Rosen, Deutsches Aktieninstitut, Dr. Heinz-Horst Deichmann, Deichmann Schuhe, Helmut Merkel, Vorstand, Arcandor AG, Hong Kong, u.v.a.m. werden über die Wege zum Wachstum mit Klimawandel und -Schutz als Triebfeder sprechen.

Dabei wird ein Equity Forum für „Green Tech“ Unternehmer wird am 16. September angeboten, um Kapitalgeber und Unternehmer zusammenzubringen. Interessierte Unternehmer sollten sich bis Ende August melden.

Autorennotiz: Paul Dolan (PD) ist Vorstandsvorsitzender des Economic Forum Deutschland gemeinnützigen Verein der deutschen Wirtschaft e.V., Mitgründer der Initiative in 2002 und war vorher international tätiger Managementberater und Organisationsentwickler mit Sitz in Frankfurt und Palo Alto, Kalifornien.